Mit der „Sea Breeze“ könnte man grundsätzlich sofort lossegeln. Alles Wesentliche für schönen Segelspaß ist an Bord: Der Yamaha-Außenbordmotor läuft einwandfrei, Großsegel und Genua sind vorhanden und auch zwei automatische Rettungswesten gehören zur Ausstattung.
Vor einer längeren Fahrt würde ich persönlich dennoch eine gründliche Reinigung innen und außen sowie einen allgemeinen technischen Check empfehlen. Die „Sea Breeze“ stammt aus dem Jahr 1973 und zeigt entsprechend ihres Alters natürlich Gebrauchsspuren.
Der Innenraum wurde vom letzten Eigner teilweise nach eigenen Vorstellungen umgebaut. Die Ausführung ist dabei nicht überall professionell gelungen und sicherlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Gerade darin sehe ich aber auch eine Chance: Die „Sea Breeze“ ist meiner Meinung nach ein Boot für jemanden, der gerne selbst Hand anlegt, eigene Ideen verwirklicht und sich sein Segelboot Schritt für Schritt so gestaltet, wie es zu ihm passt.
Die wichtige Basis ist vorhanden: Der Motor läuft, die Segel sind an Bord und auch für die grundlegende Sicherheitsausstattung ist gesorgt. Man kauft hier also kein fertiges Hochglanzprojekt, sondern eine ehrliche Compromis 720 mit Charakter und Potenzial.
Wer Freude daran hat, einem klassischen Segelboot mit überschaubarem Aufwand seine persönliche Handschrift zu geben, kann mit der „Sea Breeze“ schon bald aufs Wasser gehen. Denn das Wichtigste ist bereits da: Der Segelspaß kann beginnen.